Kranken- und Pflegeversicherungsschutz für Selbstständige

Die BKK der Deutschen Bank bietet Selbstständigen die Möglichkeit einer exklusiven Kranken- und Pflegeversicherung. Mit diesem Versicherungsschutz genießen Sie die gleichen Vorteile und Leistungen wie alle anderen Mitglieder der BKK auch.

Damit Sie unser Angebot besser kennen lernen, finden Sie im Folgenden detaillierte Informationen und die wichtigsten Aspekte zur Kranken- und Pflegeversicherung für Selbstständige.

Mitgliedschaft: Voraussetzungen
Als Selbstständiger ist die freiwillige Versicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung möglich, wenn zuvor eine Mitgliedschaft oder eine Familienversicherung in der BKK der Deutschen Bank bestand oder der Ehegatte in der BKK versichert ist.


Beitragssatz

Diese von der BKK der Deutschen Bank angebotene Versicherung für Selbstständige beinhaltet kein Krankengeld. Daher gilt - im Vergleich zur Versicherung mit Anspruch auf Krankengeld - der ermäßigte Beitragssatz der BKK in Höhe von 15,10 %.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit, Ihre freiwillige Versicherung mit einem Krankengeldanspruch ab der 7. Woche (43. Tag) der Arbeitsunfähigkeit bei unserer BKK der Deutschen Bank zu wählen. Sie zahlen dann den allgemeinen Beitragssatz (15,70 %) zur Krankenversicherung. An die Entscheidung für den Anspruch auf Krankengeld sind Sie drei Jahre gebunden. Diese Frist endet nicht durch einen Krankenkassenwechsel. Bitte informieren Sie uns kurz schriftlich, gerne auch per Fax oder Email, sofern Sie diesen Tarif wählen möchten. Oder rufen Sie uns einfach an - wir beraten Sie gern!

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt 2,55 %, für Kinderlose 2,80 %.


Nachweispflicht
Als Nachweis für die Ermittlung Ihrer Beitragshöhe für die Kranken- und Pflegeversicherung gilt ausschließlich der amtliche Nachweis der zuständigen Finanzverwaltung (Einkommensteuerbescheid).

Zudem sind Sie als Selbstständiger gemäß § 206, Abs. 1 Sozialgesetzbuch V (SGB) verpflichtet, neu ergangene Steuerbescheide Ihrer Finanzverwaltung unverzüglich Ihrer Krankenkasse in Kopie vorzulegen. Kommen Sie dieser Nachweispflicht nicht nach, werden Sie auf der Basis der Höchstgrenze der Beitragsbemessung eingestuft. Diese Höchstgrenze liegt derzeit bei 4.350,00 EUR (zu versteuernder Betrag nach Abzug der Betriebskosten).


Beitragsberechnung
Der Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag wird für Selbstständige grundsätzlich aus der Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Sie beträgt 2017 monatlich 4.350,00 EUR. Hieraus ergeben sich ab dem 01.01.2017 folgende Höchstbeiträge.

Auf der Grundlage Ihres Steuerbescheids wird die für Sie geltende Beitragsbemessungsgrundlage bestimmt und Ihre zukünftigen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge festgelegt. Entscheidend für den Beginn der Beitragsänderung ist das Datum des Einkommensteuerbescheids. Die Änderung gilt ab dem Folgemonat.

Höchstbeitrag für Selbstständige

 Krankenversicherung (ohne Anspruch auf Krankengeld)

 609,00 EUR

 Krankenversicherung (mit Anspruch auf Krankengeld)

 635,10 EUR

 Zusatzbeitrag

 47,85 EUR

 Pflegeversicherung

 110,93 EUR

Pflegeversicherung für Kinderlose

 121,80 EUR


Wenn Sie uns niedrigere Einkünfte nachweisen, können wir Ihren Beitrag reduzieren. Als Nachweis sind ausschließlich Steuerbescheide anerkannt.


Mindestbeitrag
Der Beitrag von Selbstständigen wird mindestens aus 2.231,25 EUR berechnet (=monatliche Mindestbemessungsgrundlage 2017). Das bedeutet, dass der Mindestbeitrag auch dann anzusetzen ist, wenn das monatliche Einkommen unter dieser Grenze liegt. Hieraus ergeben sich aus 01.01.2017 folgende Mindestbeiträge.

Mindestbeitrag für Selbstständige

 Krankenversicherung (ohne Anspruch auf Krankengeld)

 312,38 EUR

 Krankenversicherung (mit Anspruch auf Krankengeld)

 325,76 EUR

 Zusatzbeitrag

 24,54 EUR

 Pflegeversicherung

 56,90 EUR

 Pflegeversicherung für Kinderlose

 62,48 EUR

Rückwirkende Fristen
Legen Sie Ihrer Krankenkasse den Bescheid der Finanzverwaltung erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, erfolgt die Beitragsbemessung rückwirkend ab dem Folgemonat laut Datum des Steuerbescheids.

Zur Verdeutlichung des Ablaufs ein Beispiel:
Ihre Finanzbehörde stellt Ihnen einen Steuerbescheid aus mit dem Datum 15.06.2017. Sie reichen der BKK diesen Steuerbescheid umgehend in Kopie ein. Mit den darin enthaltenen Angaben werden Ihre Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung neu berechnet. Diese gelten ab dem Folgemonat laut Datum des Steuerbescheids, also ab dem 01.07.2017.

Trifft der Steuerbescheid erst im Dezember 2017 oder noch später bei der BKK ein, gelten die neu berechneten Beiträge trotzdem ab dem 01.07.2017.

Hinweis: Eine nachträgliche Beitragserstattung ist gesetzlich ausgeschlossen, zu viel gezahlte Beiträge werden nicht zurückgezahlt. Allerdings hat eine rückwirkende Erhöhung Ihres Beitrags eine entsprechende Nachzahlung Ihrerseits zur Folge.


Beitragspflichtige Einnahmen
Als beitragspflichtige Einnahmen aus der selbstständigen Tätigkeit wird der steuerrechtliche Gewinn zu Grunde gelegt. Dazu gehört auch, dass Betriebsausgaben wie z.B. Personalkosten oder Abschreibungen für Abnutzung und Substanzverringerung (AfA), die den steuerrechtlichen Gewinn mindern, bei der Beitragsbemessung ebenfalls in Abzug gebracht werden können. Neben den Einnahmen aus der selbstständigen Tätigkeit sind außerdem sonstige erzielte Einnahmen (z.B. aus Kapitalvermögen, Vermietung oder Verpachtung) bei der Beitragsbemessung zu berücksichtigen.


Beitragsänderung ohne Steuerbescheid - der Vorauszahlungsbescheid
Eine Beitragsänderung ohne neuen Einkommenssteuerbescheid kann nur erfolgen, wenn mittels Vorauszahlungsbescheid der zuständigen Finanzbehörde und dazugehöriger Gewinn- und Verlustrechnung nachgewiesen werden kann, dass die Beitragsbemessung aus dem Arbeitseinkommen auf der Grundlage des aktuellen Einkommensteuerbescheides eine unverhältnismäßige Belastung darstellt. Dies ist dann der Fall, wenn das im Vorauszahlungsbescheid an-genommene Arbeitseinkommen um mehr als ein Viertel gegenüber dem im letzten Einkommensteuerbescheid festgestellten Arbeitseinkommen reduziert ist.

Der neue vorläufige Beitrag gilt ab dem Folgemonat der Einreichung des Vorauszahlungsbescheides und wird nach Einreichung des Steuerbescheides für das entsprechende Jahr abschließend berechnet. Durch diese Verfahrensweise sollen existenz-bedrohende Situationen Ihrer wirtschaftlichen Grundlage vermieden werden.


Ausnahme: Die Starter
Selbstständige, die ihre Tätigkeit neu aufnehmen und daher noch keinen Einkommensteuerbescheid vorliegen haben, werden zunächst vorläufig eingestuft. Dafür sind alle voraussichtlichen Einnahmen  auf der Einkommensanfrage anzugeben.

Sobald der endgültige Steuerbescheid vorliegt, muss dieser unverzüglich in Kopie bei der BKK der Deutschen Bank eingereicht werden (siehe Nachweispflicht). Der Mitgliedsbeitrag wird dann auf der Grundlage dieses Bescheids korrigiert, er gilt bis zum nächsten eingereichten Einkommensteuerbescheid.

Hinweis: War das Einkommen höher als die voraussichtlich genannten Einnahmen, kommt es zu einer Nachzahlung seitens des Versicherten. Eine nachträgliche Beitragserstattung durch die BKK erfolgt, sofern es sich um den ersten Steuerbescheid bezogen auf Ihre selbstständige Tätigkeit handelt. Anschließend kann keine Beitragserstattung mehr vorgenommen werden.

Falls sich Ihre Einnahmen im Laufe des Jahres vermindern, informieren Sie uns bitte kurzfristig schriftlich. Wir können den Beitrag dann ab dem Folgemonat nach Eingang der Information bei der BKK verringern.


Gründungszuschuss für Existenzgründer
Bei Versicherten, die einen Gründungszuschuss für Existenzgründer  beziehen (§ 421 l SGB III), erfolgt die Berechnung auf der Grundlage des eingereichten Bewilligungsbescheids von der Bundesagentur für Arbeit zuzüglich sonstiger Einnahmen. Der zur sozialen Sicherung vorgesehene Teil des Gründungszuschusses nach § 57 SGB III in Höhe von monatlich 300,00 EUR gehört nicht zu den beitragspflichtigen Einnahmen. Eine zuverlässige Einkommensschätzung ist für Existenzgründer oft noch nicht möglich. Die Beitragsberechnung erfolgt deshalb vorläufig auf der Basis des Bewilligungsbescheids und der sonstigen Einnahmen. Der zu zahlende Beitrag darf jedoch nicht unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeitrag liegen. Diese Einstufung ist vorläufig, bis ein entsprechender Einkommensteuerbescheid vorliegt, auf dessen Basis dann die exakten Beiträge berechnet werden. Daraus kann sich eine Nachberechnung zu wenig gezahlter Beiträge beziehungsweise eine Erstattung zu viel entrichteter Beiträge ergeben. Anschließend erfolgt die Beitragsberechnung nicht mehr auf vorläufiger Basis.

Die Mindestbemessungsgrundlage für Versicherte mit Existenzgründungszuschuss beträgt 1.487,50 EUR (2017). Daraus ergibt sich ein Mindestbeitrag von 224,61 EUR bzw. 233,54 EUR mit Krankengeldanspruch zur Krankenversicherung und von 37,93 EUR (bzw. 41,65 EUR für Kinderlose) zur Pflegeversicherung.


Härtefallregelung
Die BKK der Deutschen Bank bietet Selbstständigen die Möglichkeit einer Beitragserhebung unterhalb der regulären Mindestbemessungsgrundlage in Höhe von 2.231,25 EUR. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Beitragsbemessungsgrundlage auf bis zu 1.487,50 EUR herabgesetzt werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie hier.


Rentenversicherung
Wir empfehlen Ihnen, im Zusammenhang mit Ihrer Rentenversicherung bzw. Ihren rentenversicherungsrechtlichen Gestaltungsoptionen, sich auf jeden Fall an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden und dort die notwendigen Informationen einzuholen. Unter Umständen unterliegt Ihre selbstständige Tätigkeit der Rentenversicherungspflicht. In diesem Fall sind Sie zur Meldung an den Rentenversicherungsträger verpflichtet. Daneben gibt es die Option der freiwilligen Beitragszahlung zur Rentenversicherung.


Nebenberuflich Selbstständige
Für nebenberuflich Selbstständige gelten folgende Kriterien für die Beitragseinstufung:

  1. Die nebenberufliche Selbstständigkeit umfasst bis zu 20 Stunden pro Woche und das Einkommen hieraus übersteigt nicht  monatlich die Summe von 2.231,25 EUR (75 % der monatlichen Bezugsgröße).
  2. Die nebenberufliche Selbstständigkeit umfasst mehr als 20 Stunden und bis zu 30 Stunden pro Woche und das Einkommen hieraus übersteigt nicht  monatlich die Summe von 1.487,50 EUR (50 % der monatlichen Bezugsgröße).
  3. Die nebenberufliche Selbstständigkeit umfasst mehr als 30 Stunden pro Woche und das Einkommen hieraus übersteigt nicht monatlich die Summe von 743,75 EUR (25 % der monatlichen Bezugsgröße).
  4. Das Arbeitseinkommen aus der selbständigen Tätigkeit ist NICHT die Haupteinnahmequelle zur Bestreitung des Lebensunterhaltes.
  5. Es wird kein Gründungszuschuss durch die Agentur für Arbeit gewährt.

Sofern eine eindeutige Abgrenzung nicht möglich ist, wird die Beurteilung im Rahmen einer Gesamtschau vorgenommen.


Noch Fragen?
Wir beraten Sie gerne individuell und persönlich. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihren Kundenbetreuer aus dem Bereich Beiträge und Versicherung.

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