Vergleich GKV - PKV

Checkliste   Gesetzliche
Krankenversicherung (GKV)
Private
Krankenversicherung (PKV) 
Arbeitgeberzuschuss   Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung, wobei der Zusatzbeitrag in Höhe von 1,1 % vom Arbeitnehmer alleine zu tragen ist.

Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Beitrags, jedoch höchstens so viel, wie er für den Arbeitnehmer in der GKV zahlen müsste. 

Arbeitslosigkeit   

Bei Anspruch auf Geldleistungen der Bundesagentur für Arbeit besteht Versicherungspflicht mit Beitragszahlung durch die Bundesagentur. Besteht kein Anspruch, können Sie sich unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei familienversichern. Ansonsten besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Mitgliedschaft.

Bei Anspruch auf Geldleistungen der Bundesagentur für Arbeit kann der Versicherungsschutz in Einzelfällen beitragspflichtig weitergeführt werden. Besteht kein Anspruch, sind die Beiträge selbst weiterzuzahlen.

Arznei- und Verbandmittel

Die Kosten werden grds. abzüglich des gesetzlichen Eigenanteils bis zur Höhe der vereinbarten Vertragssätze in voller Höhe bezahlt (kein Eigenanteil bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres).

Die Kostenübernahme erfolgt im tariflich vereinbarten Umfang.
Arztrechnung Die Abrechnung kann über die Krankenversichertenkarte erfolgen. 

Der Patient bezahlt die Rechnung grds. zunächst selbst und lässt sie sich dann erstatten.

Beitrag Der Beitrag ist abhängig von der Einkommenshöhe und richtet sich nach der persönlichen wirtschaftlichen Belastbarkeit; Zuschläge für Vorerkrankungen werden nicht erhoben. Die Beitragshöhe ist abhängig vom persönlichen Risiko, d.h. Eintrittsalter und Gesundheitszustand werden berücksichtigt. Unter Umständen werden bestehende Vorerkrankungen ausgeschlossen. 
  Es ist kein gesonderter Beitrag für Angehörige in der Familienversicherung zu zahlen. Keine beitragsfreie Versicherung für Angehörige.
  Die Beitragsfreiheit gilt bei Bezug von Kranken- oder Mutterschaftsgeld und während der Elternzeit für Pflichtversicherte. Beitrag ist für jeden Tag der Versicherung zu zahlen, d.h. keine Beitragsfreiheit, z.B. bei Krankentagegeldbezug.
  Keine Beitragsnachteile bei einem Wechsel innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung.  Bei einem Wechsel der Versicherung wird der Risikobeitrag neu kalkuliert, d.h. neues Eintrittsalter und Erkrankungen werden herangezogen. Gezahlte Beiträge für die Altersrückstellung werden bis 31.12.2008 nicht übertragen.
  Beitragsberechnung höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Grundsätzlich keine Begrenzung der Beitragshöhe. 
Elternzeit  Beitragsfreiheit für Pflichtversicherte während der gesetzlichen Elternzeit (drei Jahre). Für freiwillige Mitglieder gilt die Beitragsfreiheit unter bestimmten Voraussetzungen.   Beiträge sind vom Versicherten ohne Arbeitgeberzuschuss zu zahlen. 
Familienversicherung Beitragsfreiheit für Ehegatten und Kinder mit einem geringen Einkommen.   Beiträge sind für jeden Angehörigen nach dem individuellen Risiko zu zahlen.
Gesundheitsvorsorge / Krebsfrüherkennung    Volle Kostenübernahme der bedarfsgerechten Untersuchungen für die vorgegebenen Personenkreise.   Kostenübernahme erfolgt im tariflich vereinbarten Umfang. 
Haushaltshilfe /Häusliche Krankenpflege    Kostenübernahme erfolgt für eine selbstbeschaffte Hilfe in angemessener Höhe.   Keine Kostenerstattung, sofern nicht vertraglich extra vereinbart.
Heilmittel    Kostenübernahme (Eigenanteil ab dem 18. Lebensjahr in Höhe von 10 % und zusätzlich 10 EUR je Verordnung).    Kostenübernahme erfolgt im tariflich vereinbarten Umfang, evtl. mit Höchstbeträgen. 
Hilfsmittel   Grundsätzlich Kostenübernahme, zum Teil Festbeträge (Eigenanteil ab dem 18. Lebensjahr in Höhe von 10 %, mindestens 5 EUR, höchstens 10 EUR).  Kostenübernahme im tariflich vereinbarten Umfang; teilweise Höchstbeträge durch Tarifbestimmung.
Kieferorthopädische Behandlung    Kostenübernahme bei medizinischer Indikation. Erstattung bei kieferorthopädischer Behandlung 80/90 %, Restbetrag bei ordnungsgemäßem Abschluss.  Kostenübernahme im tariflich vereinbarten Umfang, zum Teil mit Höchstbeträgen.
Kinderkrankengeld Grundsätzlich Anspruch für 10 Arbeitstage (20 Arbeitstage für Alleinerziehende) je Kind unter 12 Jahre.   In der Regel nur bei Abschluss einer Zusatzkrankentagegeld-versicherung.
Krankengeld  70 % des Bruttoarbeitsentgelts, höchstens jedoch 90 % des Nettoarbeitsentgelts inkl. Berücksichtigung von Einmalzahlungen der letzten 12 Monate (Zuschuss des Arbeitgebers zum letzten gesetzlichen Netto bei Mitarbeitern der Deutschen Bank möglich).   Bei Zusatztariif in Höhe der vertraglichen Regelung, in der Regel maximal bis zur Höhe des letzten Nettoentgelts. 
  Beitragsfreiheit zur Krankenversicherung. Pflichtbeiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung werden hälftig vom Versicherten aus dem Krankengeld gezahlt.    Keine Beitragsfreiheit zur Krankenversicherung. Beiträge zur Rentenversicherung können auf freiwilliger Basis vom Versicherten entrichtet werden. 
Krankenhausbehandlung    Kostenübernahme der allgemeinen Krankenhausleistungen abzüglich Eigenanteil (10 EUR für maximal 28 Tage).   Kostenübernahme im tariflich ver­einbarten Umfang (Ein- bzw. Zwei­bettzimmer). Chefarztbehandlung und -betreuung werden gezahlt (Ausnahme: Basistarife). 
Kuren (ambulante Vorsorgeleistung)  Volle Kostenübernahme der badeärztlichen Behandlung und Kurmittel (hier jedoch 10 % Eigenanteil zuzüglich 10 EUR je Verordnung) sowie ggf. Zahlung eines pauschalen Zuschusses in Höhe von 100,- EUR zur Maßnahme. Abhängig vom abgeschlossenen Vertrag. 
Kuren (stationäre Reha-bilitationsmaßnahmen   Die GKV zahlt bei medizinischer Indikation die Kosten folgender Kurformen:   In der PKV gelten überwiegend folgende Regelungen:
  Anschlussheilbehandlung, evtl. mit Eigenanteil.   Abhängig vom abgeschlossenen Vertrag.  
  Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation.  Abhängig vom abgeschlossenen Vertrag. 
  Stationäre Reha-Behandlung in qualifizierten Kliniken, evtl. mit Eigenanteil.  Abhängig vom abgeschlossenen Vertrag.
  Stufenweise Wiedereingliederung nach schweren Erkrankungen.  Abhängig vom abgeschlossenen Vertrag. 
Leistungen Der gesetzliche Leistungsanspruch besteht ab Beginn der Mitgliedschaft.   Bei Neuverträgen können Wartezeiten von bis zu acht Monaten bei einigen Leistungen bestehen. Bei einigen Tarifen bestehen Jahreshöchstbeträge. 
  Die Kosten werden auch bei Behandlung von Vorerkrankungen bezahlt.    Bei Vorerkrankungen kann es Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge zum Beitrag geben.
  Der Versicherte erhält in der Regel durch Vorlage seiner Krankenversichertenkarte die Leistungen ohne Vorlage der Kosten.   Der Versicherte bezahlt grundsätzlich direkt an den Leistungserbringer und lässt sich dann die Kosten erstatten (Ausnahmen, z.B. im Krankenhaus). Jährliche Selbstbehalte können vertraglich vereinbart werden. 
Schwangerschaft Das Mutterschaftsgeld beträgt bis zu 13 EUR pro Kalendertag (grds. für sechs Wochen vor und acht bis zwölf Wochen nach der Entbindung). Die Differenz zum letzten Nettoentgelt zahlt der Arbeitgeber.  Anspruch auf Mutterschaftsgeld besteht, wenn dies zusätzlich tariflich vereinbart worden ist.  Weitere Leistungen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft sind abhängig vom tariflich vereinbarten Umfang.
Zahnbehandlung  Volle Kostenübernahme der medizinisch notwendigen Zahnbehandlung über die Krankenversichertenkarte.   Kostenübernahme, soweit vertraglich vereinbart. 
Zahnersatz   Es wird ein befundorientierter Zuschuss gezahlt. Bei nachgewiesener regelmäßiger Vorsorge erhöht sich dieser um 20 bis 30 %.   Soweit vertraglich abgeschlossen. 
Zahnmedizinische Gruppen-
und Individualprophylaxe   
Gruppenprophylaxe, z.B. im Kindergarten, für Kinder, die das  12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; Individualprophylaxe nach Altersgruppen vom 6. bis 17. Lebensjahr.   Abhängig vom abgeschlossenen Vertrag im tariflich vereinbarten Umfang.


Diese Checkliste dient der allgemeinen Übersicht und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Rechtsverbindlich für den Bereich der BKK ist der Wortlaut der einschlägigen Gesetze, die Satzung der BKK und die Richtlinien des Verwaltungsrates der BKK. Rechtsverbindlich für den Bereich der PKV können ebenfalls nur die einschlägigen Gesetze, Versicherungsbedingungen sowie die Vereinbarungen des Vertrages sein. Einzelne private Krankenversicherungen können auch von dieser Übersicht abweichende Tarife und Bedingungen anbieten.

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