Grippeschutzimpfungen

Wer kennt nicht die unangenehmen Symptome einer Erkältung: Niesen, Husten, Hals- und Kopfschmerzen, erhöhte Temperatur. Im Gegensatz zu eher harmlosen grippalen Infekten ist die echte Virusgrippe (Influenza) eine ernst zu nehmende Erkrankung.

Grippeviren werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektionen übertragen. Sie befallen vor allem die Zellen der Schleimhaut des Atmungstraktes und vermehren sich dort. Danach verursachen sie schwere Entzündungen. Die Grippe schwächt die allgemeine Abwehrkraft. Das begünstigt den Befall mit anderen Erregern, die Folge können schwere Komplikationen sein.

Eine überstandene Grippe hinterlässt für die meisten Erkrankten eine viele Jahre andauernde Immunität gegen den Erreger. Allerdings nur gegen genau diesen oder einen sehr ähnlichen Virustyp. Da sich die Form des Grippevirus ständig verändert, kann auch der genannte Personenkreis erneut an einer Grippe erkranken.

Nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut gilt als einzig wirksame Vorbeugung die jährliche Grippeschutzimpfung. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass durch die Grippeschutzimpfung auch weniger banale grippale Infekte auftreten.


Wer sollte sich impfen lassen?

Prinzipiell ist die Grippeschutzimpfung Menschen jeden Alters anzuraten, ganz besonders aber Personen, für die eine Influenza eine besondere Gefährdung ist:

  • Personen, die durch ihren Beruf täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen

  • Personen über 60 Jahre

  • Erwachsene, Kinder und Jugendliche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch bestimmte Grundleiden, wie z.B. Herzkrankheiten, chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (Bronchitis, Asthma, Emphysen u.a.), Stoffwechselkrankheiten, angeborene und erworbene Immundefekte und Krebsleiden

  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen

  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren


Wer sollte nicht geimpft werden?

  • Personen, die gegen Hühnereiweiß allergisch sind, weil als Basisstoffe befruchtete Hühnereier verwendet werden.
  • Personen, die an einer akuten fieberhaften Erkrankung leiden, sollten den Termin zum frühestmöglichen Zeitpunkt nachholen, weil andernfalls der Impferfolg in Frage gestellt
    werden kann.


Schwangerschaft und Impfen
Bei Schwangeren sollten Risiken einer Influenza gegen die möglichen Risiken einer Impfung sorgsam abgewogen werden. Die bisher durch Studien an Menschen gewonnenen Daten reichen nicht aus, um das Risiko einer Schädigung des Kindes einzuschätzen. Impfungen im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten möglichst vermieden werden. Impfungen in der Stillzeit sind möglich.


Impfstoffe und Impfmodus
Die Impfstoffe bestehen in Deutschland aus inaktivierten Krankheitserregern. Sie werden aufgrund der neuesten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich neu hergestellt. Die WHO unterhält ein umfangreiches Überwachungssystem, das in 110 Ländern in nationalen Zentren die Entwicklung der Grippeviren beobachtet. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Impfstoff auch Antigene gegen den akuten Epidemiestamm des Grippevirus enthält.


Wie schnell wirkt der Impfstoff?
Die Schutzwirkung beginnt ungefähr 2 Wochen nach der Impfung.


Gibt es Nebenwirkungen?

Die Impfung ist in der Regel gut verträglich. An der Injektionsstelle kann es zu leichten Rötungen, Schwellungen und Verhärtungen kommen, die schnell wieder verschwinden.

Möglich sind auch Körperreaktionen wie Unwohlsein, Müdigkeit, Frösteln, Temperaturerhöhung, Schweißausbruch, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Diese Begleiterscheinungen treten häufiger bei Wiederholungsimpfungen auf. Ganz selten kann es zu Bindehautentzündung und Atembeschwerden kommen. Normalerweise klingen die Beschwerden innerhalb von zwei Tagen ab. Selten können allergische Reaktionen auftreten, wie z.B. Hühnereiweißallergie (s.o.).

Wie bei jeder anderen Impfung, sind schmerzhafte Nervenreizungen möglich. Besteht bei einem Menschen eine Sensibilisierung gegen Inhaltsstoffe des Impfserums, so können allergische Reaktionen auftreten. Ganz selten kommt es zu einer Entzündungsreaktion der kleinen Blutgefäße.


Impfungen in der Deutschen Bank
Die Grippeschutzimpfungen werden in der Regel von allen Hausärzten durchgeführt. Mitarbeiter der Deutschen Bank können ihren Impfschutz in einer Reihe von Filialen auch bequem und ohne großen Zeitaufwand in Arbeitsplatznähe durch ihre Betriebsärztin oder ihren Betriebsarzt auffrischen.

Auch dieses Jahr bietet die Deutsche Bank in Zusammenarbeit mit den Betriebsärzten und der Betriebskrankenkasse der Deutschen Bank den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich kostenfrei gegen Grippe impfen zu lassen. In den kommenden Wochen, beginnend ab dem 11. Oktober 2016, werden Impftermine an vielen Standorten in Deutschland angeboten. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihren Grippeschutz einfach und ohne großen Aufwand aufzufrischen oder erstmalig an der Aktion teilzunehmen.

Die Grippeschutzimpfung ist auch eine gute Gelegenheit, Ihren Impfschutz gegen andere Krankheiten zu überprüfen. Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit! Alle Betriebsärzte in allen Regionen der Deutschen Bank bieten diese Impfung, die von der BKK bezahlt wird, an.

Bitte sprechen Sie Ihre Betriebsärztin oder Ihren Betriebsarzt insbesondere rechtzeitig vor einer Dienstreise in Länder außerhalb Europas, USA, Kanada und Asien wegen der erforderlichen reise- und impfmedizinischen Beratung an. Die Betriebsärzte der Deutschen Bank sind kompetente Ansprechpartner, wenn es um Ihre Gesundheit geht!


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Wir beraten Sie gerne ausführlich und individuell.

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Interview "Influenza"



Dr. med. Jan Leidel

Vorsitzender der STIKO

 





Jan Wriggers
Bereichsleiter Leistungen
BKK Deutsche Bank

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