Zahnprophylaxe und -behandlung

Regelmäßig die Zähne zeigen.
Fast alle Menschen haben Karies. Schlimm genug. Doch dabei wird oft noch übersehen, dass Zahn- und Zahnfleischerkrankungen nicht nur unangenehm aussehen und den Kauapparat bei seiner Arbeit behindern, sondern sowohl Ursache als auch Folge anderer Störungen sein können und damit den gesamten Organismus beeinflussen. Selbst wenn das zahnmedizinische Können weit fortgeschritten ist, müssen Sie bedenken, dass bei jeder "Reparatur" von erkrankten Zähnen wertvolle Zahnsubstanz unwiederbringlich verloren geht. Das Ziel muss also sein, Zahnschäden zu verhindern und damit "Reparaturbehandlungen" weitgehend überflüssig zu machen. Darum möchten wir Ihnen nachfolgend einige wichtige Tipps und Hinweise geben, wie Sie Zahn- und Zahnfleischerkrankungen sinnvoll vorbeugen können - und bei welchen prophylaktischen Maßnahmen die BKK der Deutschen Bank Sie unterstützt.


Die vorbeugenden Leistungsangebote der BKK:

Gemeinsam geht's einfacher:
die Gruppenprophylaxe für Kinder
Im Regelfall wendet sie sich an alle Kinder unter zwölf Jahren. In Einrichtungen mit einer Vielzahl von Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko werden die Angebote bis zum 16. Lebensjahr zur Verfügung gestellt. In Kindergärten und Schulen werden die Kinder untersucht und erfahren in Gruppen alles Wissenswerte über optimale Zahnpflege und sinnvolle Schutzmaßnahmen gegen Zahnerkrankungen. Zu Hause sollten dann alle notwendigen Infos und Anleitungen von den Eltern wiederholt und mit den Kindern regelmäßig eingeübt werden.

Richtige Ernährung
Generell gilt: abwechslungsreich essen (vor allem Milchprodukte, Obst, Gemüse und Vollkornerzeugnisse) und den Zuckerkonsum reduzieren. Denn u.a. verliert der Speichel durch das zu häufige Angebot zuckerhaltiger Speisen und Getränke seine natürliche Reparaturfähigkeit. Gerade beim Konsum von Süßigkeiten sollte man also auf zahnfreundliche Produkte setzen.

Zahnschmelzhärtung durch Fluorid
Richtig dosiert und regelmäßig angewendet, unterstützt Fluorid vor allem die Wirksamkeit körpereigener Abwehrmechanismen, indem es angegriffenen Zahnschmelz wieder repariert und die Bildung von Löchern verhindert. Das Spurenelement Fluorid befindet sich in vielen Lebensmitteln wie Sojabohnen oder Mineralwasser, kann aber auch über fluoridiertes Speisesalz oder Tabletten eingenommen werden.

Korrekte Mundhygiene
Nach dem Essen Zähne putzen nicht vergessen (wie es richtig gemacht wird, steht unten). Und wenn die Zahnbürste gerade einmal nicht zur Hand ist, reicht zunächst einmal ein Apfel oder ein zahnfreundliches Kaugummi aus. Ist eine Gruppenprophylaxe in Kindergarten oder Schule nicht möglich, bietet die BKK bis zu drei zahnärztliche Früherkennungsmaßnahmen an für Kinder vom dritten bis sechsten Lebensjahr. Bei Kindern mit hohem Kariesrisiko werden diese Maßnahmen um die Anwendung von Fluoridlacken zur Zahnschmelzhärtung ergänzt.

Über mehrere Etappen zum Erfolg: die Individualprophylaxe
Zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr führt der Zahnarzt in unterschiedlichen Zeitabständen folgende Maßnahmen durch:

  • Befundaufnahme
    Der Zahnarzt untersucht, ob Zähne und Zahnfleisch gesund sind und ob der Patient seine Zähne richtig pflegt
  • Beratung
    Um dem Patienten die Zusammenhänge bewusst zu machen, erklärt der Zahnarzt, wie Karies und Zahnbetterkrankungen entstehen. Dabei informiert er über
  • die Bedeutung der Zahnbeläge
  • die Wechselwirkung zwischen Verweildauer und Dichte der Zahnbeläge
  • das Verhältnis von Säure und Zuckergenuss

Der Patient bekommt individuelle Tipps zur Verbesserung der Mundhygiene vermittelt.

Diese Leistungen können je Kalenderhalbjahr einmal durchgeführt werden:

  • Fluoridierung der Zähne
    Um den Zahnschmelz vor Erkrankungen zu schützen, härtet ihn der Zahnarzt mit einer örtlichen Fluoridierung. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, z.B. Lack, Gel oder ähnliche Stoffe.
  • Fissurenversiegelung der Backenzähne
    Hier werden die Fissuren (Kauflächen) der hinteren bleibenden Backenzähne (Zähne 6 und 7) mit aushärtenden Kunststoffen versiegelt. Eine solche Versiegelung macht allerdings nur dann Sinn, wenn keine kariöse Erkrankung der betreffenden Backenzähne vorliegt. Sofern diese Zähne bereits vor Vollendung des 6. Lebensjahres durchgebrochen sind, kann die Fissurenversiegelung nach ärztlicher Feststellung ebenfalls direkt über die Krankenversichertenkarte des Versicherten abgerechnet werden

Zahnbehandlung: je früher, desto besser.
Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches kann man gerade im Anfangsstadium selber kaum erkennen. Nur wer regelmäßig seinen Zahnarzt aufsucht, geht auf Nummer Sicher. Denn je früher dieser die Erkrankungen behandelt, desto weniger Zahnsubstanz geht dem Patienten verloren. Zweimal im Kalenderjahr kann eine Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt durchgeführt werden.

Zu den "Reparaturmaßnahmen" gehören die Beratung, diagnostische und sich daraus ergebende therapeutische Maßnahmen wie das Entfernen von Zahnstein, Röntgenuntersuchungen, Zahnfüllungen, die Anästhesie, ggf. Wurzelbehandlungen und das Ziehen von Zähnen. Auch die Behandlung von Parodontose oder von Kieferverletzungen gehört zum Leistungsumfang.

Wer übernimmt die Kosten?
Die Gruppenprophylaxe für Kinder ist grundsätzlich kostenfrei. Sämtliche Kosten für die beschriebene Individualprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen trägt die BKK in voller Höhe.

Für die allgemeine Zahnbehandlung legen Sie Ihre Krankenversichertenkarte in der Praxis vor.

Dies gilt auch bei den anfallenden Vorsorgeuntersuchungen oder wenn Zahnstein entfernt wird, Röntgenleistungen oder eine Vitalitätsprüfung des Zahnes durchgeführt werden oder ein parodontaler Screening-Index erhoben wird. Bitte beachten Sie, dass die Entfernung von Zahnstein nur einmal jährlich über Ihre Krankenversichertenkarte abgerechnet werden kann.

Bei aufwändigen Füllmaterialien wie Kunststoff, Gold oder Keramik müssen Sie mit Mehrkosten rechnen, die Sie zuvor mit Ihrem Zahnarzt vereinbaren.

Auch bei "Parodontosebehandlungen" übernimmt die BKK sämtliche Kosten. In diesem Zusammenhang besteht zur Feststellung der Schwere einer parodontalen Erkrankung zusätzlich die Möglichkeit, einen PSI-Code (Parodontaler Screening-Index) feststellen zu lassen. Die Erhebung eines PSI-Codes kann als vertragszahnärztliche Leistung alle 2 Jahre direkt über Ihre Krankenversichertenkarte abgerechnet werden. Für die Parodontalbehandlung muss ein genauer Behandlungsplan des Zahnarztes vorliegen, der u.a. einen detaillierten Zahnbefund des Patienten (Parodontalstatus) enthält und vor Beginn der Behandlung durch die BKK genehmigt wird.


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Wir beraten Sie gerne ausführlich und individuell.

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