Hautgesundheit

Hautkrebs - eine häufige Diagnose
Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Vor allem hat seine Häufigkeit in den letzten Jahren stetig zugenommen.

Man unterscheidet im wesentlichen 3 Arten von Hautkrebs. Am bekanntesten und gefährlichsten ist der schwarze Hautkrebs, das so genannte maligne Melanom. Er sieht am Beginn seiner Entstehung meist unscheinbar wie ein Muttermal aus: ein dunkelbrauner bis schwarzer Fleck, der jedoch meist unregelmäßige Konturen und Braunfärbungen hat und später oft über das Hautniveau erhaben ist sowie stetig an Größe zunimmt. Er kann sowohl auf vorher normaler Haut als auch auf einem schon länger bestehenden Muttermal oder Leberfleck entstehen.

    

Die Ursachen für die Entstehung des schwarzen Hautkrebses sind noch immer nicht völlig geklärt. Einer der wichtigsten Risikofaktoren sind jedoch Sonnenbrände, die im Kindesalter aufgetreten sind. Außerdem spielen Erbfaktoren eine wichtige Rolle. Als besonders gefährdet gelten sehr hellhäutige Menschen und Personen mit sehr vielen Leberflecken. Diese sollten in regelmäßigen Abständen die Haut von einem Dermatologen kontrollieren lassen. Auch bei Auftreten eines auffälligen Fleckes, der sich verändert, sehr unregelmäßig oder dunkel aussieht, ist der Gang zum Hautarzt unerlässlich.

Die Gefährlichkeit des schwarzen Hautkrebses liegt in der schnellen Ausbildung von Absiedelungen in anderen Organen. In diesem fortgeschrittenen Stadium ist der Krebs nur noch schwer zu heilen, da er auf Chemotherapien und Bestrahlungen schlecht anspricht. Umso wichtiger ist die frühzeitige Erkennung und vollständige operative Beseitigung des Melanoms durch einen Facharzt.

Die beiden anderen noch viel häufigeren Hautkrebsarten sind das Basaliom und das Spinaliom. Hiervon betroffen sind überwiegend ältere Menschen.

        

Für ihre Entstehung ist vor allem die langjährige Belastung der Haut mit Sonnenlicht verantwortlich. Sie treten daher auch überwiegend an lichtexponierten Körperstellen wie Kopf und Händen auf. Hellhäutige Menschen sind, wie auch beim schwarzen Hautkrebs, besonders gefährdet. Diese Tumore sind meist hautfarben und fallen als kleiner Knoten oder schlecht heilende Wunde auf. Auch hier ist ein Besuch beim Hautarzt dringend erforderlich. Basaliome und Spinaliome bilden zwar nur sehr selten Absiedelungen aus und sind daher im allgemeinen nicht lebensbedrohlich, sie wachsen jedoch langsam und stetig weiter und müssen daher immer vollständig entfernt werden.


Merke ich nicht, wenn ich erkrankt bin?
Keine andere Krebserkrankung ist ohne Eingriffe und technische Hilfsmittel so schnell sichtbar wie Hautkrebs. Deshalb ist die regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut so wichtig. Vor dem Spiegel lassen sich Brust, Bauch, Achselhöhlen und Beine ohne Schwierigkeiten betrachten. Den Rücken kann man mit einem Handspiegel oder mit Hilfe des Partners nach Hautveränderungen absuchen. Mögliche Warnzeichen des Hautkrebses sind: 

  • jede Veränderung der Größe, Farbe, Struktur oder Form eines Leberflecks
  • spontane Blutungen aus einem Leberfleck
  • Muttermale, die größer als 5 mm im Durchmesser sind
  • Knoten und Verdickungen der Haut
  • unscharfe Begrenzung (Ausfransung, Ausläufer) des Leberflecks gegenüber der umgebenden Haut

Bei regelmäßiger Kontrolle der Haut kann Hautkrebs meist so frühzeitig entdeckt werden, dass er geheilt werden kann und nicht lebensbedrohlich wird.

Informationen zur Kostenübernahme eines Hautscreenings bei einem Hautarzt finden Sie in der Rubrik: Leistungen von A- Z > Hautscreening.


Was passiert, wenn nicht "alles in Ordnung" ist?
Bei "verdächtigen Hauterscheinungen" muss zur Klärung der Diagnose eine Gewebeuntersuchung erfolgen. Liegt eine Hautkrebserkrankung vor, erfolgen weitere Untersuchungen zur Feststellung der Ausdehnung des Tumors.

Hauptziel der Therapie ist es, den Haupttumor vollständig (mit Sicherheitsabstand) zu entfernen. Je nach Tumortyp und Ausdehnung erfolgt eine zusätzliche Strahlentherapie.


Sonne und Haut
Sonnenlicht ist für den Menschen lebenswichtig. Über die Bildung von Vitamin D in der Haut ist es nicht nur für den Knochenstoffwechsel unerlässlich, sondern auch unser seelisches Wohlbefinden ist von der Sonne abhängig.

Auf der anderen Seite jedoch führt vor allem die UV-B-Bestrahlung in der Haut zu schweren Zellschäden. Diese sind im Falle einer akuten Überdosierung von Sonne deutlich fühlbar als Sonnenbrand.

Aber gerade die Spätfolgen eines langjährigen Zuviels an Sonne sind nicht unerheblich. Das Risiko, an einem Hautkrebs zu erkranken, steigt deutlich mit zunehmendem Sonnenkonsum. Aber auch die Hautalterung wird stark beschleunigt. Dieses wird vor allem der UV-A Strahlung zur Last gelegt.

Je nach Hauttyp sind die Menschen unterschiedlich lichtempfindlich. Am empfindlichsten sind hellhäutige, meist blonde oder rothaarige und blauäugige Menschen, am unempfindlichsten sind dunkelhäutige bzw. Menschen mit schwarzer Haut.

Die individuelle Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenstrahlen ist sehr unterschiedlich und hängt vom Hauttyp ab. Man unterscheidet 4 Hauttypen:

  • Hauttyp 1: sehr helle Haut, immer schnell Sonnenbrand, keine Bräunung der Haut
  • Hauttyp 2: hellhäutig, fast immer Sonnenbrand, nur geringe Bräunung
  • Hauttyp 3: dunkelhäutig, nur gelegentlich Sonnenbrand, tiefe Bräunung
  • Hauttyp 4: sehr dunkelhäutiger Typ, fast nie Sonnenbrand, tiefe Bräunung

Je heller Ihr Hauttyp ist, umso empfindlicher sind Sie gegenüber der UV-Bestrahlung.

Kinder haben eine besonders empfindliche Haut und brauchen deshalb intensiven Schutz vor zu starker Sonnenbestrahlung.

Abhängig von der persönlichen Lichtempfindlichkeit empfiehlt sich zum Schutz vor akuten und chronischen Sonnenschäden die Verwendung von Lichtschutzpräparaten. Dabei wird die Wirksamkeit dieser Mittel durch den Lichtschutzfaktor (LSF) angegeben. Bereits bei einem LSF von 30 wird 98 % der UV-Strahlung gefiltert. Ein höherer Faktor ist aus medizinischer Sicht in der Regel nicht notwendig. Ein sehr sicherer Lichtschutz ist auch die Kleidung.

Wie viel Sonne gerade noch vertretbar ist, kann man nicht pauschal sagen. Für die Gewährleistung der lichtabhängigen Körperfunktionen, wie zum Beispiel die Bildung von Vitamin D, sind schon geringe UV-Dosen ausreichend. Schon ein Spaziergang täglich auch bei trübem Winterwetter genügt.

Die direkte Sonneneinwirkung sollte weitgehend beschränkt werden. Dies gilt auch für die Benutzung von Solarien. Sonnenbrände sollten gänzlich vermieden werden. Besondere Vorsicht ist beim Aufenthalt in südlichen Breitengraden, in großen Höhen und am Wasser geboten, da hier die UV-Strahlung besonders intensiv ist.


Allergie - ein häufiges Problem
Eine Allergie ist immer eine Überempfindlichkeit des Körpers auf eine Substanz, die normalerweise keine Immunreaktion auslöst. Grundsätzlich werden zwei Typen von Allergien unterschieden. Die Allergie vom sofort- und vom verzögerten Typ. Klassisches Beispiel für eine Allergie vom Soforttyp ist der vielen bekannte Heuschnupfen, der häufig durch Pollen ausgelöst wird. Auch Asthma kann auf diese Weise mitverursacht werden. Die Behandlung erfolgt durch einen auf Allergien spezialisierten Arzt.

Zunächst ist es wichtig, die auslösende Ursache (Allergen) herauszufinden. Dies geschieht durch einen Hauttest oder in Ausnahmefällen bei der Soforttypallergie durch eine Blutuntersuchung. Die erste Therapie ist bei jeder Allergie, soweit möglich, die Allergenvermeidung. Bei Heuschnupfen ist dies jedoch oft nicht durchführbar. Hier steht die medikamentöse Therapie der Symptome im Vordergrund.

Manchmal gelingt es auch, durch eine Art Impfung die bestehende Überempfindlichkeit zu bessern (Hyposensibilisierung). Typisches Beispiel für eine Allergie vom verzögerten Typ ist die Kontaktallergie.

Hierbei entsteht durch den Allergenkontakt ein Ekzem der Haut, z.B. auf Modeschmuck bei bestehender Nickelallergie. Auch hier gilt es zunächst die auslösende Ursache durch einen Hauttest herauszufinden. Ein Bluttest steht bei Kontaktallergien nicht zur Verfügung. Nicht selten sind Stoffe, die im Berufsleben gebraucht werden, Auslöser für eine Kontaktallergie. Falls dieser Verdacht besteht, sollte auf jeden Fall ein Hautarzt oder Allergologe aufgesucht werden.

Als ursächliche Therapie der Allergie vom verzögerten Typ steht nur die Allergenvermeidung oder das Vermeiden des Kontaktes mit dem Allergen, z.B. durch Verwendung von Handschuhen zur Verfügung. Die Folgen einer Kontaktallergie (Hautekzem) sollten durch einen spezialisierten Arzt behandelt werden.


Krampfadern - eine Volkskrankheit
Die Veranlagung Krampfadern zu bilden verdankt der Mensch vor allem seinem aufrechten Gang. Dieser führt zu sehr ungünstigen Druckverhältnissen in den Beinvenen. Meist durch erbliche Vorbelastung, unterstützt durch stehende Tätigkeiten, Übergewicht und Bewegungsmangel, kommt es zu einem Klappenschaden im oberflächlichen Venensystem der Beine. Das Blut fließt hierdurch nicht mehr nach oben zurück, sondern steht in der Vene wie in einer Wassersäule. Die Seitenäste der oberflächlichen Hauptvene an den Beinen sind diesem Druck nicht mehr gewachsen, weiten sich und sind als Krampfadern am Bein sichtbar.

Bestehen diese Krampfadern über einen langen Zeitraum, führen sie zu Beschwerden wie schwere, geschwollene Beine oder im fortgeschrittenen Stadium zu Hautverfärbungen und Ekzemen bis hin zu einem "offenen Bein". Als Therapie steht das Tragen von Kompressionsstrümpfen, die Verödung oder, als endgültige Lösung, die operative Entfernung zur Verfügung.

Besenreiser sind die Minimalvariante der Krampfadern und bestehen aus aufgeweiteten Hautgefäßen. Sie sind nur ein kosmetisches Problem.

Therapie der Wahl ist die Verödung. Eine Ursache für das Entstehen von Besenreisern findet sich häufig nicht. Vorbeugend sollte man auf ausreichende Bewegung achten und Übergewicht vermeiden. Ungünstig auf das Entstehen von Besenreisern wirken sich intensive Sonnenbäder und Bürstenmassagen der Haut aus. Sollten sie an Ihren Beinen Krampfadern entdecken, ist der für sie zuständige Facharzt der Phlebologe.


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