Meningokokken

Meningokokken (nur bei besonders gefährdeten Personen)

Die bakterielle Entzündung der Hirnhäute (Meningitis) ist ein schweres, lebensbedrohliches Krankheitsbild. Die Erreger gelangen entweder auf dem Blutweg in das Zentralnervensystem oder werden bei Nasennebenhöhlenerkrankung, Mittelohrentzündung oder offenen Schädelverletzungen auf direktem Weg fortgeleitet. Heftigste Kopfschmerzen, hohes Fieber, Nackensteifigkeit und oft ein akutes organisches Psychosyndrom prägen das klinische Bild.

Die Impfung wird allen Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko empfohlen. Besonders gefährdet sind zum Beispiel Personen mit Immundefekten oder fehlender beziehungsweise funktionsuntüchtiger Milz.

Die STIKO empfiehlt eine generelle Impfung gegen Meningokokken C bei Kindern im 2. Lebensjahr. Eine fehlende Impfung soll bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.

Bei bestimmten Indikationen  ist eine Meningokokken-Impfung gegen die Serogruppen  ACWY empfohlen. Die Impfstoffe sind ab dem Alter von 1 Jahr bzw. 2 Jahren zugelassen.

Impfstoffe stehen für folgende Meningokokken Typen zur Verfügung:

  • Typ A, C, W und Y
  • Typ B
  • Typ C

Seit 2013 ist ein Impfstoff gegen Meningokokken B verfügbar. Die STIKO kann anhand der bisherigen Studienergebnisse keine generelle Impfempfehlung aussprechen. Allerdings empfiehlt die STIKO bei besonders gefährdeten Personen zusätzlich zu einer Impfung gegen Meningokokken der Serogruppen ACW Y eine Impfung gegen Meningokokken B. 


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