Impfen

Bild: ImpfenImpfen nützt, impfen schützt 

Bei uns in der "westlichen Welt" haben die ansteckenden Krankheiten (Infektionskrankheiten) ihren Schrecken weitgehend verloren - was nicht zuletzt die Folge ausgeklügelter Impfprogramme und immer wirkungsvollerer Impfstoffe ist. Doch diese sehr erfreuliche Entwicklung hat auch eine Kehrseite: Eine gewisse "Impfmüdigkeit" hat sich breit gemacht und immer öfter werden notwendige Impfungen einfach "vergessen".

Mittlerweile gibt es vor allem bei Erwachsenen große Impflücken. Dabei sind Impfungen nach wie vor das klassische Mittel zum Schutz vor - zum Teil schwer wiegenden - gesundheitlichen Risiken. Keine andere medizinische Maßnahme, sagt z. B. die so genannte "Ständige Impfkommission" (STIKO) am Robert-Koch-Institut, sorgt bei vergleichbarem Aufwand für mehr Gesundheit als das Impfen. Die Experten der STIKO raten deshalb zu einer möglichst frühzeitigen und vollständigen Grundimmunisierung von Kindesbeinen an.


Impfberatung
Wir empfehlen Ihnen, sich von Ihrem Hausarzt beraten zu lassen, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind. Natürlich können Sie sich auch an die Berater unseres Gesundheitswegweisers mediLine ( 0621-54 90 18 67 ) oder als Mitarbeiter der Deutschen Bank an Ihren Betriebsarzt wenden. Nähere Informationen erhalten Sie unter dem Stichwort Impfberatung.

Die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
Der Impfkalender enthält die allgemein empfohlenen Impfungen für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene.

Der Impfkalender umfasst für Säuglinge Impfungen gegen Rotaviren, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Tetanus (Wundstarrkrampf), Haemophilus influenzae Typ B (Hib-Erkrankungen), Hepatitis B sowie für Kinder zwischen 11 und 14 Monaten die Immunisierung gegen Masern, Mumps, Windpocken und Röteln. Die STIKO empfiehlt erstmals im Jahr 2006 eine generelle Impfung gegen Pneumokokken für alle Kinder bis 24 Monate, sowie eine Impfung gegen Meningokokken C im 2. Lebensjahr.

Kinder im Vorschulalter sollten eine Auffrischungsimpfung gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis (Keuchhusten) erhalten. Für Jugendliche werden Auffrischungsimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Polio (Kinderlähmung) und Pertussis empfohlen. Bei unvollständigem Impfschutz sollten die Impfungen vervollständigt werden.

Insbesondere ist für Jugendliche eine vollständige Immunisierung gegen Hepatitis B und gegen Masern, Mumps und Röteln unverzichtbar.

Bei häufig auftretendem Keuchhusten sollte auch bei vollständig geimpften Kindern und Jugendlichen mit engem Kontakt zu einem Erkrankten im Haushalt oder in einer Gemeinschaftseinrichtung eine Impfung erwogen werden, wenn die letzte Impfung länger als fünf Jahre zurückliegt.

Die neue STIKO-Empfehlung rät, vor Beginn einer Schwangerschaft den Impfschutz gegen Keuchhusten auffrischen zulassen. Es sollte bei allen Kontaktpersonen des Kindes geschehen. Falls schon eine Schwangerschaft besteht, erhält die Mutter erst nach der Entbindung den Impfschutz.

Für Erwachsene sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus empfohlen. Für die über Sechzigjährigen ist generell die Pneumokokken-Impfung (alle fünf Jahre) und eine jährliche Impfung gegen Influenza (Grippe) indiziert.

In besonderen Fällen können also auch Impfungen über die Standard-Impfungen hinaus wichtig und empfehlenswert sein. Einzelheiten sollte man mit seiner Ärztin bzw. seinem Arzt besprechen.

Die folgenden beschriebenen Krankheiten sind eine Gefahr für jeden Menschen.

Die angebotenen Impfungen schützen gegen diese Krankheiten und sind daher sehr wichtig.

  Diphtherie
  Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
  Grippe (Influenza)
  Hepatitis A 
  Hepatitis B
  Hib-Erkrankung (Haemophilus influenzae Typ B)
  HPV (Gebärmutterhalskrebs) 
  Keuchhusten (Pertussis)
  Kinderlähmung (Poliomyelitis) 
  Masern
  Meningokokken
  Mumps / Ziegenpeter
  Pneumokokken-Infektion
  Röteln
  Rotaviren
  Tetanus / Wundstarrkrampf 
  Tollwut
  Windpocken (Varizellen)
  Wundstarrkrampf /Tetanus  

Impferfolg ist Terminsache
Die rechtzeitige und vollständige Teilnahme an den verschiedenen Impfungen (Impfungen schützen immer nur vor der Krankheit, gegen die sich der Impfstoff richtet!) vom Babyalter an, ist die wichtigste Voraussetzung für den Impferfolg. Bei einigen Impfstoffen braucht der Körper mehrere Anstöße in bestimmten zeitlichen Abständen, um genügend Abwehrstoffe gegen die Krankheitserreger zu bilden. Um ganz sicher zu sein, dass hier der gewünschte Impfschutz erreicht wird, ist die Wiederholung oder Auffrischung einer Impfung dringend zu empfehlen.

Da es besonders wichtig ist, dass Impfschutz von Anfang an besteht, sollten Eltern generell mit dem Kinderarzt oder dem Hausarzt, der ihr Kind betreut, über das Impfprogramm oder - falls ihr Kind schon älter ist - über evtl. Impflücken bei ihrem Kind sprechen. Die Impfungen erfolgen in den ersten Jahren meist im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen U 2 bis U 9.

Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene
(Empfohlenes Impfalter und Mindestabstände zwischen den Impfungen)Auszug Impfkalender Robert Koch-Institut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Detaillierter Impfkalender für alle Altersgruppen als PDF-Dokument zum Download

Sorgen wegen "Nebenwirkungen" sind unbegründet
Viele Menschen, insbesondere Eltern, haben beim Thema Impfen Sorgen wegen der Nebenwirkungen, die oft auf überholten Informationen oder Übertreibungen beruhen. Impfungen ahmen eine natürliche Infektion auf schonende Weise nach und regen so die Bildung von Abwehrkräften an. Gewisse Impfreaktionen sind deshalb natürlich und fast immer unproblematisch.

Einige Impfungen rufen Reaktionen hervor, die in sehr abgeschwächter Form der Krankheit ähneln, vor der die Impfung später schützt. Ganz natürlich sind manchmal örtliche Reaktionen wie Hautrötungen und Schwellungen, die in einigen Fällen schmerzhaft sind. Auch Fieber und Unruhe können auftreten. Diese Nebenwirkungen sind jedoch Zeichen dafür, dass der Körper Abwehrkräfte mobilisiert und kein Grund zur Besorgnis. Ernstere Folgen einer Impfung sind äußerst selten. Treten Fieberkrämpfe oder Reaktionen auf, die Sie beunruhigen, sollten Sie sofort den Arzt benachrichtigen.

Impftermine dürfen nicht verschoben werden, fehlende Impfungen sind nachzuholen. Dabei ist zu beachten, dass es keine unzulässig großen Abstände zwischen Impfungen gibt; jede Impfung gilt. Auch eine für Jahre unterbrochene Grundimmunisierung muss nicht neu begonnen werden.

Wo geimpft wird
Schutzimpfungen werden von Ärzten in Praxen und Krankenhäusern sowie in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes angeboten und durchgeführt. Wegen einer Impfung kann man sich an den behandelnden Haus- bzw. Kinderarzt wenden. Besonders wenn es um die "Standard-Impfungen" im Kindesalter geht, bieten auch die Gesundheitsämter der Städte und Gemeinden einen Beratungs- und Impfservice an.

Sehr wichtig: Impfpass und Impfbuch
Alle Impfungen werden in einem Impfpass oder Impfbuch dokumentiert. Diese Dokumente sind sorgfältig aufzubewahren. Bitte bringen Sie Ihren Impfpass bzw. Ihr Impfbuch auch zu jedem Impftermin mit. Wenn die Impfung durch den Haus- oder Kinderarzt durchgeführt wird, denken Sie bitte an Ihre Versichertenkarte und, falls Ihr Kind im Zusammenhang mit der Vorsorgeuntersuchung geimpft wird, auch an das entsprechende Untersuchungsheft.

Wenn der Impfstatus unklar ist
Eine fehlende ärztliche Dokumentation über eine Impfung wird gleichgesetzt mit "nicht geimpft". Personen, die keine Impfdokumentation nachweisen können, werden wie Nichtgeimpfte behandelt. Wichtig: Evtl. nicht belegte vorausgegangene Impfungen stellen bei diesem Vorgehen kein Risiko dar.

Impfen - eine persönliche Entscheidung
In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, hier setzt man auf Freiwilligkeit und auf den "informierten Bürger". Damit sie sich für oder gegen eine Impfung entscheiden können, sollten Eltern und Patienten ihren Arzt vor einem Impftermin mit Fragen "löchern". Ihr Arzt sollte sie ausführlich aufklären über Komplikationen und Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit, gegen die sie geimpft werden sollen, über Notwendigkeit und Dringlichkeit der Impfung, Art des Impfstoffs, mögliche Reaktionen und Nebenwirkungen, Risiken der Schutzimpfung sowie evtl. mögliche schwer wiegende Komplikationen und Impfschäden.

Wer die Kosten übernimmt
Die Kosten für die Schutzimpfungen ("unverzichtbare Impfungen") beim Haus- oder Kinderarzt werden in der Regel von Ihrer BKK der Deutschen Bank übernommen. Diese Kosten werden über Ihre Krankenversichertenkarte abgerechnet.

Impfungen durch die öffentlichen Gesundheitsdienste, die vor allem Schulkinder impfen, sind in der Regel kostenlos.

Folgende Impfungen können über die Krankenversichertenkarte abgerechnet werden:

  • Diphterie
  • Frühsommermeningo-Enzephalitis (FSME)
  • Hepatitis A (nur bei besonders gefährdeten Personen)
  • Hepatitis B (nur bei besonders gefährdeten Personen)
  • Haemophilus influenzae Typ B (Hib)
  • Influenza (Virusgrippe)
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Masern
  • Meningokokken 
  • Mumps / Ziegenpeter
  • Pneumokokken-Infektion
  • Röteln
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Tollwut (nur in Epedemiegebieten)
  • Windpocken (Varizellen)


Reiseimpfungen
Erforderlichen Reiseimpfungen werden auch von der BKK übernommen. Nach Abzug von gesetzlicher Zuzahlung und Apothekenrabatt erstatten wir Ihnen 80 % der Impfkosten. Weitere Details erfahren Sie von Ihrem Kundenbetreuer. 


Noch Fragen?
Wir beraten Sie gerne ausführlich und individuell.

Ihre Ansprechpartner A-K
Ihre Ansprechpartner L-Z   


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