Das Geschäftsjahr 2015

Zusätzliche Ausgaben müssen wegen eines Systemfehlers selbst bestritten werden

Die Wirtschaft in Deutschland wächst wieder, zumindest die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen. Daran beteiligt sind vor allem Bürger aus anderen EU-Staaten. Gleichzeitig führt dieser Anstieg aber auch zu höheren Mitglieder- und Versichertenzahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Und hier liegt der Systemfehler: Die Zuweisungen für Leistungsausgaben werden jeweils zu Beginn eines Haushaltsjahres festgeschrieben. Unvorhergesehene zusätzliche Ausgaben müssen die Krankenkassen deshalb aus ihren Vermögen bestreiten. Die entstehenden zusätzlichen Beitragseinnahmen können dafür nicht genommen werden, denn sie fließen direkt in den Gesundheitsfonds.


Krankenversicherung - geplantes Defizit für das Geschäftsjahr 2015

Das geplante Defizit für das Geschäftsjahr 2015 der BKK der Deutschen Bank liegt bei einem Ausgabenüberschuss von 3.862 Tausend Euro. Neben dem eingangs erwähnten Systemfehler ist dies auch auf den beibehaltenen günstigen Zusatzbeitragssatz und den Ausbau von Zusatzleistungen zurückzuführen. Die beiden letzten Aspekte kommen unseren Kunden individuell und unmittelbar zugute.

Die Leistungsausgaben sind im Vergleich zum Vorjahr auf 193 Mio.Euro (+4,1 Prozent je Versicherten) gestiegen. Mit einem Anteil von 30 Prozent ist der größte Ausgabenblock der Krankenhausbereich. Der Anstieg von 4,7 Prozent je Versicherten hat Ausgaben von über 58 Mio. Euro zur Folge. Hingegen nur 3,7 Prozent Ausgabensteigerung gegenüber dem Vorjahr verzeichnet die ärztliche Vergütung, sie beträgt insgesamt 38 Mio. Euro. Noch geringer fällt die Steigerungsrate bei den Arzneimitteln aus, bedingt durch das Absenken der Herstellerrabatte. Sie beträgt 2,8 Prozent. Insgesamt werden mehr als 18 Prozent der kompletten Leistungsausgaben für Medikamente bezahlt, das sind 35 Mio. Euro.

Die BKK überzeugt auch bei ihren Aufwendungen für die Verwaltung mit Wirtschaftlichkeit: Bei den Personal- und Sachkosten liegt sie mit 123 Euro je Versicherten deutlich unter dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherungen von 146 Euro.



 

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