Entspannung & Stressmanagement

Dauerstress gehört zu den gefährlichsten Krankmachern unserer Zeit. Ihn zu "managen" und Entspannung entgegenzusetzen, ist essentiell für Gesundheit und Wohlbefinden. Doch wie geht das? Was hilft uns, unvermeidbare Belastungssituationen zu bewältigen und gesund zu bleiben?

Entspannung und Stressmanagement

Keine Frage: Das Rad dreht sich heute schneller. Unser Alltag ist komplexer, der gefühlte Druck steigt. Viele spüren ihn konstant und kommen innerlich immer seltener zur Ruhe. 80 Prozent der Deutschen fühlen sich laut Umfragen „gestresst“, 30 Prozent „ sehr“. Den Stress einfach abschaffen? Geht nicht, denn er gehört zum Leben: Wir brauchen ein bestimmtes Maß an Herausforderungen, um uns weiterzuentwickeln.

Die Natur hat uns jedoch für den Wechsel von An- und Entspannung, Aktivität und Ruhe optimal ausgerüstet, nicht für Dauerstress: Wenn wir nicht mehr „runterkommen“ und die Stresshormone dauerhaft wie Aufputschmittel durch unser System kreisen, wird es brenzlig: Andauernder, negativer Stress kann zu psychische Beschwerden wie Depressionen führen sowie körperliche Erkrankungen begünstigen oder gar verursachen. Mit ihm verbunden sind oft weitere Risikofaktoren für unsere Gesundheit wie Schlafstörungen und die Neigung zu ungesundem Verhalten (Rauchen, Alkoholkonsum, schlechte Ernährung).

Damit ein herausfordernder Alltag nicht in eine permanente Energiekrise kippt, sind vor allem zwei Faktoren entscheidend:

Stress managen

Ohne die Fähigkeit, unsere Kräfte gezielt einzusetzen, klare Grenzen zu setzen und Anforderungen auch mal mit einem „Nein“ abzuwehren, geht es nicht. Denn entscheidend für unser Stressempfinden sind nicht die äußeren Umstände, sondern ob wir gelernt haben, unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen und auf uns zu achten. Seine Zeit gut zu planen, beizeiten das Tempo zu drosseln, wenn Überforderung droht, für Ruhepausen und stressabbauende Bewegung zu sorgen, ausreichend zu schlafen und auf eine gesunde Ernährung zu achten sind wirksame Stresskiller.

Gegenpole schaffen

Je mehr auf uns einstürmt, desto wichtiger ist es, dem Stress etwas entgegenzusetzen. Entspannung ist wie ein Muskel, den man trainieren kann: Es gibt diverse Methoden und spezielle Techniken, um sie zu erreichen oder zu vertiefen. Ausgerechnet Aktivität kann beim Entspannen helfen. Bewegung ist die natürlichste Art, Stress abzubauen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Wird der Stress zuerst in körperliche Bewegung umgesetzt, folgt die wohlige Entspannung meist ganz von allein.

Spezielle Entspannungstechniken versprechen tiefe Entspannungszustände mit heilsamer Wirkung

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

Unruhe, Stress und Angst gehen meist mit angespannter Muskulatur einher. Eine Lockerung der Muskulatur führt im Gegenzug zu innerer Ruhe. Bei der leicht zu erlernenden Technik werden einzelne Muskelgruppen bewusst aktiviert und anschließend aktiv entspannt.

Quigong

Die mehr als 2500 Jahre alten, meditativ fließenden Bewegungsabläufe fokussieren den Geist, dehnen und kräftigen die Muskeln und trainieren Koordinationsfähigkeit und Konzentration.

Tai Chi (Schattenboxen)

Ineinander übergehende, zeitlupenhafte Bewegungen, die ihren Ursprung in fernöstlichen Kampfkunsttechniken haben und Körper und Seele stärken.

Autogenes Training

Durch verschiedene Übungen der Autosuggestion wird der Übende in einen Zustand tiefer Entspannung versetzt.

Atementspannung

Bei Stress verändert sich unser Atem, er wird flacher und schneller. Mit einer tiefen und gleichmäßigen Atmung entspannt sich der gesamte Organismus.

Meditation

Im Hier und Jetzt sein, Gedanken zur Ruhe kommen lassen, dafür gibt es verschiedene Mediationsmethoden wie die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion.

Sanftes Yoga

Die vor Jahrtausenden in Indien entwickelten Asanas (Übungen) wirken ganzheitlich auf Körper und Seele.

Sporttasche

Los geht´s

Wenn Sie es bis hierhin geschafft haben können Sie auch den nächsten Schritt gehen. Egal ob Sie direkt nach der Arbeit starten möchten oder lieber an Ihrem Wohnort. Unsere Kursdatenbank hat auch für Sie den passenden Kurs und einen Zuschuss der BKK gibt es ggfs. auch noch dazu.

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