Leistungen

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung stellt sicher, dass Ihre Wünsche bezüglich Ihrer medizinischen Versorgung auch dann berücksichtigt werden, wenn Sie nicht selbst entscheiden können. Sie legen darin fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie in einer solchen Situation akzeptieren und welche Sie ablehnen.

Viele Menschen wünschen sich bei schweren Leiden oder irreversiblen Bewusstseinsstörungen die Unterlassung von lebensverlängernden Maßnahmen. Dem gegenüber steht die Verpflichtung der Ärzte, alles medizinisch Mögliche zu unternehmen, um einen Patienten zu retten.

Eine Patientenverfügung kann die Pflicht des Arztes aufheben, Leben in jedem Fall zu erhalten. Sie ist eine vorsorgliche Erklärung, die die medizinische Behandlung für solche Situationen regelt, in denen der Patient sich selbst nicht äußern kann. Darin kann man z.B. Regelungen für den Fall der Bewusstlosigkeit, Wünsche für die Sterbephase oder die Schmerztherapie festlegen.

Drei Instrumente stehen zur Verfügung, um für den Fall der Fälle vorzusorgen. Sinnvoll ist eine Kombination aus Patientenverfügung mit einer Betreuungsverfügung oder einer Vorsorgevollmacht.

Ihr persönlicher Kundenbetreuer

Patientenverfügung

In der Patientenverfügung (auch Patiententestament), legt man seine Wünsche bezüglich medizinischer Behandlung/Nichtbehandlung oder Behandlungsgrenzen im Fall schwerster, lebensbedrohlicher Krankheitssituationen oder der letzten Lebensphase fest.

Betreuungsverfügung

Die Betreuungsverfügung benennt eine Person des Vertrauens, die für den Fall, dass eine Betreuung notwendig ist, vom Vormundschaftsgericht bestellt wird.

Vorsorgevollmacht

Anstelle der Betreuungsverfügung kann eine Vorsorgevollmacht ausgestellt werden. Im Unterschied zur Betreuungsverfügung muss der Bevollmächtigte nicht vom Vormundschaftsgericht bestellt werden, sondern kann im Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit sofort für den Vollmachtgeber handeln.

Formale Voraussetzungen

Wer sich entschieden hat, eine der genannten Vollmachten zu erteilen, sollte einige formale Voraussetzungen beachten, um die Anerkennung sicherzustellen:

  • schriftliche (nicht zwingend handschriftliche) Form
  • eigenhändige Unterschrift (in Abständen von 2 Jahren erneuern)
  • Unterschrift mindestens eines Zeugen (in Abständen von 2 Jahren erneuern), der bestätigt, dass der Verfasser im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war.
Patientenverfügung

Die Willenserklärungen sollten Sie zu Ihren persönlichen Unterlagen nehmen, so dass Angehörige sie im Ernstfall leicht finden. Die Patientenverfügung kann auch bei Banken, dem Amts- oder Betreuungsgericht, Notaren oder Rechtsanwälten hinterlegt werden.

Beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer können die Kenndaten einer Vorsorgevollmacht und/oder einer Betreuungsverfügung und ergänzend dazu auch der Hinweis auf das Bestehen einer Patientenverfügung registriert werden. Informationen zum Zentralen Vorsorgeregister unter gibt es unter www.vorsorgeregister.de oder Tel. 0800 355 050 0.

Wer hilft weiter?

Lebenserhaltende Maßnahmen ja oder nein? Patienten können sich bei Beratungsbedarf an ihren Arzt oder eine Palliativfachkraft wenden.

Leiden - Krankheit - Sterben: Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin? Die Broschüre „Patientenverfügung“ des Bundesjustizministeriums  gibt Hilfestellung für Bürger, die eine individuelle Patientenverfügung verfassen wollen. Sie beinhaltet Textbausteine für eine schriftliche Patientenverfügung.

Informationen zum Betreuungsrecht erhalten Sie in der Broschüre "Betreuungsrecht", die ebenfalls vom Bundesjustizministerium herausgegeben wird.

Beide Broschüren können kostenfrei über die Homepage des Bundesjustizministerium bestellt werden.

Noch Fragen?

Wir beraten Sie gerne ausführlich und individuell.

Ihre Ansprechpartner A-K
Ihre Ansprechpartner L-Z